Die Fachmittelschule Schweiz (FMS) ist ein von der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) anerkannter Lehrgang der Sekundarstufe II. Sie besteht seit dem Jahr 2003. In der ganzen Schweiz gibt es 61 Fachmittelschulen. Viele von ihnen sind ehemalige Diplommittelschulen. Sie sind untereinander durch einen schweizerischen Rahmenlehrplan vernetzt.
Bildungsziele
Die Fachmittelschule vermittelt eine vertiefte Allgemeinbildung (Sprachen, Mathematik, Natur-wissenschaften, Gesellschaftsfächer, musische Fächer, Sport) und bereitet in den verschie-denen Berufsfeldern spezifisch auf die entsprechenden Ausbildungen der nichtuniversitären Tertiärstufe vor. Von Anfang an sind die Lernenden gefordert, selbständig zu arbeiten, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und die erworbenen Kompetenzen aus der Allgemeinbildung und der Arbeitswelterfahrung praktisch anzuwenden.
Zweistufiges Ausbildungskonzept
Das Ausbildungskonzept der Fachmittelschule Schweiz ist zweistufig: In drei Jahren erlangen die Schülerinnen und Schüler den Fachmittelschulausweis, der den direkten Zugang zu einer Ausbildung an einer höheren Fachschule insbesondere in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziales und Tourismus ermöglicht. Wer die Fachmaturität erwerben will, absolviert ein zusätz-liches, meist praxisorientiertes Ausbildungsmodul und schreibt eine Fachmaturitätsarbeit.
Der neue Maturitätsweg
Die Einführung der Fachmaturität war die wichtigste Neuerung, die mit der Neukonzeption der Fachmittelschule eingeführt wurde. Als dritter Maturitäts-Weg neben den Maturitätsabschlüs-sen an Gymnasien und Berufsfachschulen öffnet sie in den jeweiligen Berufsfeldern den direkten Zugang zu Ausbildungen an den Fachhochschulen. Die Fachmaturität beinhaltet das Verfassen und Präsentieren einer Fachmaturitätsarbeit sowie weitere Zusatzleistungen, die je nach Berufsfeld unterschiedlich sind.
Anerkennung Fachmaturität durch EDK
Übersicht Fachmaturitätszeugnisse